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	<title>marketing2null.de &#187; Stumbled</title>
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		<title>We are back!</title>
		<link>http://www.marketing2null.de/2007/11/12/we-are-back/</link>
		<comments>http://www.marketing2null.de/2007/11/12/we-are-back/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 08:32:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Reiffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stumbled]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einer längeren Durststrecke melden wir uns endlich wieder zu Wort. Christof und ich haben heute ein neues Büro an der Uni Passau bezogen. Bisher haben wir räumlich getrennt gearbeitet &#8211; Christof am Lehrstuhl für Theoretische Informatik und ich von zu Hause. Ab heute werden wir uns beide Vollzeit unseren Forschungsprojekten im Bereich SEM und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer längeren Durststrecke melden wir uns endlich wieder zu Wort. Christof und ich haben heute ein neues Büro an der Uni Passau bezogen. Bisher haben wir räumlich getrennt gearbeitet &#8211; Christof am Lehrstuhl für Theoretische Informatik und ich von zu Hause. Ab heute werden wir uns beide Vollzeit unseren Forschungsprojekten im Bereich SEM und natürlich auch unserem Blog widmen. Wir werden versuchen zukünftig regelmäßig, mehrmals pro Woche Beiträge zu schreiben.</p>
<p>Derzeit haben wir einige SEM-Kampagnen auf Google, Yahoo! und MS Live am laufen, um Daten für spätere Auswertungen zu sammeln. In den kommenden Wochen werden weitere Kampagnen dazu kommen, sodass wir in einigen Monaten einen ausreichend großen Datenbestand haben werden, um empirische Analysen durchzuführen. Wir haben festgestellt, dass es eine große Kluft zwischen den theoretischen Erkenntnissen zum Auktionsmechanismus und dem tatsächlichen Verhalten der verschiedenen Werbeplattformen gibt. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, nicht die x-te theoretische Studie zum Auktionsmodell durchzuführen, sondern echte Kampagnen aus der Praxis zu analysieren. Wir hoffen, auf diese Weise herauszufinden, wie Google &amp; Co. tatsächlich ticken. Unsere Hauptaufgabe besteht darin, Erkenntnisse zu gewinnen, die zur praktischen Optimierung von SEM-Kampagnen herangezogen werden können.</p>
<p>Wir hoffen, dass Euch die zukünftigen Beiträge einen Mehrwert bieten und auch von praktischem Interesse sind. Über Lob, Kritik und Anregungen würden wir uns sehr freuen.</p>
<p class="akst_link"><a href="http://www.marketing2null.de/?p=97&amp;akst_action=share-this"  title="eMail versenden, Link speichern, ..." id="akst_link_97" class="akst_share_link" rel="noindex nofollow">ShareThis</a>
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		<title>Funny Nonsense Ads &#8211; Sie kommen und gehen</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Sep 2007 15:18:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Reiffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Search Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Stumbled]]></category>

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		<description><![CDATA[Um Suchmaschinenmarketing skalierbar zu machen, werden von einigen Firmen Teile des Geschäftsprozesses heute nahezu vollständig automatisiert. Keywords werden unter anderem identifiziert, indem Produktlisten und -beschreibungen (product feeds) ausgelesen werden. Auch wenn ein Großteil dieser Keywords tatsächlich weitgehend relevant ist, kommt es zwangsläufig immer wieder vor, dass völlig irrelevante Keywords extrahiert werden. Zwar wird versucht häufig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um Suchmaschinenmarketing skalierbar zu machen, werden von einigen Firmen Teile des Geschäftsprozesses heute nahezu vollständig automatisiert. Keywords werden unter anderem identifiziert, indem Produktlisten und -beschreibungen (product feeds) ausgelesen werden. Auch wenn ein Großteil dieser Keywords tatsächlich weitgehend relevant ist, kommt es zwangsläufig immer wieder vor, dass völlig irrelevante Keywords extrahiert werden. Zwar wird versucht häufig vorkommende irrelevante oder unerwünschte Begriffe zu filtern, indem automatisch generierte Keywordlisten mit Negativlisten abgeglichen werden. Dennoch ist es bislang nicht möglich wirklich alle irrelevanten Keywords automatisiert zu finden. Die jeweiligen Anbieter (bzw. ihre SEM-Dienstleister) stehen nun vor einem Zielkonflikt:</p>
<ul>
<li>Sie laden die vom System erstellten Keyword-Listen hoch, ohne sie vorher von Menschen zusätzlich filtern zu lassen und lassen Ads automatisch verfassen, indem Keywords in einen Standard-Text eingefügt werden (Bsp: Sie suchen nach {keyword}? Kaufen Sie {Keyword} jetzt günstig!). Auf diese Weise wird riskiert, dass Keywords und korrespondierende Ads geschaltet werden, die irrelevant sind oder gar ein schlechtes Licht auf das Unternehmen werfen. In beiden Fällen ist jedoch zu erwarten, dass die Keywords nicht konvertieren werden und deshalb unprofitabel sind.</li>
</ul>
<p>ODER</p>
<ul>
<li>Die Keywordlisten, die tausende oder gar Millionen Einträge haben werden von Menschenhand gefiltert. Man spart sich so die Verluste durch die unprofitablen Keywords, nimmt aber einen hohen Zeitaufwand und hohe Lohnkosten in Kauf.</li>
</ul>
<p>Unternehmen wie eBay, die eine nahezu unendlich große Menge an Keywords haben, könnten SEM ohne Automatisierung nicht derart effizient betreiben. Keywords und Ads werden oft fast vollständig automatisch erstellt. Es wird versucht, irrelevante Begriffe, die es in die Systeme der Suchmaschinen geschafft haben, im Rahmen der Optimierung zu identifizieren und zu löschen. Keywords, die eine bestimmte Anzahl von Klicks und null Conversions haben, werden gelöscht. Zudem kommt, dass auch Google versucht, die Relevanz des Suchbegriffs zu erfassen. Stuft Google ein Keyword als irrelevant ein, so wir ein hohes Mindestgebot festgesetzt, was möglicherweise dazu führt, dass das entsprechende Keyword von Beginn an inaktiv ist und nie geschaltet wird. Doch auch Google ist nicht perfekt und schafft es bei Weitem nicht, alle schlechten und unsinnigen Anzeigen bzw. Keywords auszuschalten.</p>
<p>Somit ist zu erwarten, dass es Nonsense Ads zwar immer geben wird, ihre Lebensdauer aber in der Regel sehr beschränkt ist. Nach einer Testphase sollten die irrelevante Ads/Keywords entweder von den Advertisern oder von den Betreibern der Suchmaschinen gefunden und deaktiviert werden.</p>
<p>Ich habe vor genau einem Monat einige Suchanfragen an Google gestellt und Screenshots von einigen ausgewählten Ads gemacht:</p>
<p><span id="more-87"></span></p>
<table>
<tr>
<td>Suchbegriff</td>
<td>Heute noch aktiv?</td>
<td>Screenshot</td>
</tr>
<tr>
<td>Nichtsnutz</td>
<td>Ja</td>
<td><img src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/09/nichtsnutz.jpg" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>Frauenhandel</td>
<td>Ja</td>
<td><img src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/09/frauenhandel.jpg" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>Popel</td>
<td>Ja</td>
<td><img src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/09/popel.jpg" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>Schwachsinn</td>
<td>Nein</td>
<td><img src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/09/schwachsinn.jpg" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>Gift</td>
<td>Ja</td>
<td><img src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/09/gift.jpg" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>Missgunst</td>
<td>Ja</td>
<td><img src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/09/missgunst.jpg" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>Mist</td>
<td>Ja</td>
<td><img src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/09/mist.jpg" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>Betrug</td>
<td>Ja</td>
<td><img src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/09/betrug.jpg" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>Kacke</td>
<td>Ja</td>
<td><img src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/09/kacke.jpg" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>vibriert</td>
<td>Nein</td>
<td><img src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/09/vibriert.jpg" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>Suizid</td>
<td>Nein</td>
<td><img src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/09/suizid.jpg" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>Vernichten</td>
<td>Nein</td>
<td><img src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/09/vernichten.jpg" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>Abstechen</td>
<td>Ja</td>
<td><img src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/09/abstechen.jpg" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>Sau</td>
<td>Nein</td>
<td><img src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/09/sau.jpg" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>Sex</td>
<td>Nein</td>
<td><img src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/09/sex.jpg" alt="" /></td>
</tr>
</table>
<p>Von insgesamt 50 betrachteten unsinnigen Ads (nicht alle aufgeführt) sind heute &#8211; einen Monat später &#8211; noch 29 aktiv. Wie kann es sein, dass nicht alle Ads/Keywords deaktiviert wurden?</p>
<ul>
<li>Einige dieser Keywords werden sehr selten gesucht und sind zudem sehr günstig. Aus diesem Grund dauert es länger, bis ausreichend Daten vorliegen, um ein Keyword mit einer bestimmten Konfidenz als unprofitabel einzustufen und zu löschen.</li>
<li>Einige der Ads/Keywords sind &#8211; auch wenn es nicht den Anschein hat &#8211; möglicherweise doch profitabel, da die Kickpreise sehr niedrig sind. Jedes einzelne dieser Keywords macht zwar wenig Gewinn, da aber keine Arbeit bei der Generierung der Keyword-Listen und der Anzeigen entstand, können diese Keywords im Aggregat durchaus einen beträchtlichen Gewinnbeitrag leisten.</li>
<li>Manche irrelevante Ads haben dann lange Zeit Bestand, wenn die jeweiligen Firmen den Werbeerfolg nicht sorgfältig tracken können und deswegen nicht feststellen, dass bestimmte Keywords unprofitabel sind.</li>
</ul>
<p class="akst_link"><a href="http://www.marketing2null.de/?p=87&amp;akst_action=share-this"  title="eMail versenden, Link speichern, ..." id="akst_link_87" class="akst_share_link" rel="noindex nofollow">ShareThis</a>
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		</item>
		<item>
		<title>Anzeigen werden für x-beliebige Begriffe geschaltet &#8211; Adwords Bug?</title>
		<link>http://www.marketing2null.de/2007/07/31/anzeigen-werden-fuer-x-beliebige-begriffe-geschaltet-adwords-bug/</link>
		<comments>http://www.marketing2null.de/2007/07/31/anzeigen-werden-fuer-x-beliebige-begriffe-geschaltet-adwords-bug/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jul 2007 17:07:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Reiffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Search Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Stumbled]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich war gerade dabei zu recherchieren, wie Adwords-Anzeigen bei Broad Matches (Weitgehend passend) ausgegeben werden und wie eigene vorhergehende Suchanfragen (Search History) die Auslieferung der Anzeigen von Google beeinflussen. Ich habe also querbeet die verschiedensten Suchanfragen gestellt und bin dabei auf etwas Seltsames gestoßen: Für folgende Keywords beispielsweise erschien ein und dieselbe Anzeige mit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war gerade dabei zu recherchieren, wie Adwords-Anzeigen bei Broad Matches (Weitgehend passend) ausgegeben werden und wie eigene vorhergehende Suchanfragen (Search History) die Auslieferung der Anzeigen von Google beeinflussen. Ich habe also querbeet die verschiedensten Suchanfragen gestellt und bin dabei auf etwas Seltsames gestoßen:</p>
<p>Für folgende Keywords beispielsweise erschien ein und dieselbe Anzeige mit der Display-URL www.supreme-stylez.com immer an erster Stelle in der rechten Spalte:</p>
<p>Omas, Wetter, Tennis, Fußball, Wolle, Anziehen, Kaufen, Verenden, Haus, Garten, Tisch, Möbel, Faser, Stoff, Verwöhnen, Musik, &#8230;und sogar &#8220;expanded broad match&#8221;!</p>
<p><span id="more-62"></span></p>
<p align="center"><img height="138" alt="Sponsored Links Wetter" src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/07/sponsoredlinkswetter.jpg" width="450" /></p>
<p align="center"><img height="102" alt="Sponsored Links Tisch" src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/07/sponsoredlinkstisch.jpg" width="450" /></p>
<p align="center"><img height="107" alt="Sponsored Links Musik" src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/07/sponsoredlinksmusik.jpg" width="450" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anmerkung: Als ich gerade diese Screenshots gemacht habe, ist mir aufgefallen, dass die besagte Anzeige für einige Begriffe schon nicht mehr erscheint (Omas, Verwöhnen, Verenden,&#8230;).</p>
<p>Da keines dieser Keywords auch nur im weiteren Sinne im Zusammenhang mit dem Produktangebot des entsprechenden Händlers steht, ist davon auszugehen, dass auch nicht auf diese Begriffe geboten wurde. Neben den genannten Keywords wäre die Anzeige höchstwahrscheinlich auch für tausende andere irrelevante Begriffe erschienen, die sicherlich von demjenigen, der die Anzeige geschaltet hat, nicht gebucht wurden. Die Firma, um die es hier geht ist auch nicht beispielsweise EBay, die hunderte Affiliates haben, die auf alle denkbaren Wortkombinationen bieten. Woran mag es liegen, dass diese Anzeige geschaltet wird?</p>
<p>Zuerst dachte ich, dass Google die Anzeige vielleicht deswegen ausliefert, weil aufgrund meines vorhergegangenen Suchverhaltens abgeleitet wurde, dass die Anzeige für mich relevant sein könnte. Wie bei <a href="http://www.seomoz.org/blog/four-recent-adwords-changes-you-may-have-missed">SEOmoz</a> kürzlich berichtet wurde, wird genau das von Google mittlerweile versucht.</p>
<blockquote><p>The reason for this is that the AdWords engine is taking into account your search history and the ads you clicked, and then trying to show you ads that it thinks will interest you most while giving less weight to ads you don&#8217;t really want.</p></blockquote>
<p>Hier war das aber sicherlich nicht der Fall, da ich entsprechende Cookies gelöscht habe und auch andere Leute gebeten habe nach den Begriffen zu suchen &#8211; mit dem gleichen Ergebnis.</p>
<p>Weiterhin würde in Frage kommen, dass Google die Anzeige via Expanded Broad Match schaltet. Dabei erscheinen Anzeigen nicht nur dann, wenn auch die Keywords eingegeben wurden, sondern auch bei ähnlichen oder synonymen Begriffen. Wird z.B. auf &#8220;Koffer&#8221; geboten, so könnte auch eine Anzeige für die Anfrage &#8220;Tasche&#8221; geschaltet werden. Das Angebot auf www.supreme-stylez.com beschränkt sich aber auf Kleidung. Begriffe wie Wetter oder Omas sind davon sehr, sehr weit entfernt. Auch diese Möglichkeit kommt also kaum in Frage.</p>
<p>Ich gehe deshalb davon aus, dass es sich hierbei um einen Bug im Adwords-System handelt.  Wenn ich die oben genannten Begriffe eingebe, stelle ich fest, dass die Anzeige mittlerweile für fast alle Begriffe nicht mehr erscheint. Das Problem scheint also nur kurzfristig aufgetreten zu sein oder wurde mittlerweile behoben. Mich würde mal interessieren, wie viele Impressions bzw. Klicks der Händler während dieser Zeit bekommen hat und wie viel der Spaß gekostet hat. Zwar ist die CTR aufgrund mangelnder Relevanz der Anzeige sehr gering, aber bei der Masse der Impressions, die sicherlich angefallen sind, dürfte doch so einiges zusammen gekommen sein.</p>
<p class="akst_link"><a href="http://www.marketing2null.de/?p=62&amp;akst_action=share-this"  title="eMail versenden, Link speichern, ..." id="akst_link_62" class="akst_share_link" rel="noindex nofollow">ShareThis</a>
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		</item>
		<item>
		<title>Microsoft Works jetzt werbefinanziert und gratis</title>
		<link>http://www.marketing2null.de/2007/07/31/microsoft-works-jetzt-werbefinanziert-und-gratis/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jul 2007 11:04:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Reiffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stumbled]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem Artikel mit dem Titel Auf dem Weg in ein neues Zeitalter der Werbung bin ich etwas näher auf zwei kürzlich eingereichte Patente von Microsoft eingegangen, die Grund zu Spekulationen geben, dass Microsoft mit dem Gedanken spielt sein Geschäftsmodell langfristig zu ändern. Der Softwarehersteller könnte Werbung aus externen Quellen beziehen und kontextbezogen bzw. zielgruppenspezifisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Artikel mit dem Titel <a href="http://www.marketing2null.de/2007/07/23/auf-dem-weg-in-ein-neues-zeitalter-der-werbung/">Auf dem Weg in ein neues Zeitalter der Werbung</a> bin ich etwas näher auf zwei kürzlich eingereichte Patente von Microsoft eingegangen, die Grund zu Spekulationen geben, dass Microsoft mit dem Gedanken spielt sein Geschäftsmodell langfristig zu ändern. Der Softwarehersteller könnte Werbung aus externen Quellen beziehen und kontextbezogen bzw. zielgruppenspezifisch innerhalb von Desktop-Anwendungen schalten. Der Nutzer könnte dann wählen, ob er für werbefreie Software zahlen möchte, oder lieber Werbung duldet, im Gegenzug aber die Software gratis erhält.</p>
<p>Wie bei <a href="http://blogs.zdnet.com/microsoft/?p=604">ZDNet</a> zu lesen ist, wurde der nächste Schritt in diese Richtung bereits vollzogen. Microsoft Works 9.0 soll ab jetzt auch gratis zur Verfügung stehen und über Werbung finanziert werden. Leider sind bisher keine Download-Links zu finden, weshalb ich mir diese Version von Works noch nicht anschauen konnte.</p>
<p>Microsoft versucht damit den freien Anwendungen Open Office und Google Docs &amp; Spreadsheets etwas entgegen zu setzen. Zudem kann Microsoft auf diese Weise testen, ob sich auch andere Anwendungen zukünftig über Werbung finanzieren lassen.</p>
<p class="akst_link"><a href="http://www.marketing2null.de/?p=58&amp;akst_action=share-this"  title="eMail versenden, Link speichern, ..." id="akst_link_58" class="akst_share_link" rel="noindex nofollow">ShareThis</a>
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		</item>
		<item>
		<title>Adwords Kuriosum: weiter oben stehen und weniger zahlen!</title>
		<link>http://www.marketing2null.de/2007/07/25/adwords-kuriosum-weiter-oben-stehen-und-weniger-zahlen/</link>
		<comments>http://www.marketing2null.de/2007/07/25/adwords-kuriosum-weiter-oben-stehen-und-weniger-zahlen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2007 09:17:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Reiffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Search Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Stumbled]]></category>

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		<description><![CDATA[Normalerweise ist es so, dass die Klickpreise (avgCPCs) mit höheren Positionen überproportional steigen. Dies ist rational begründbar, da auch das erwartete Klickvolumen überproportional steigt. Das Problem an der Sache ist, dass es Keywords gibt, die sich entgegen der Norm verhalten. Es ist also tatsächlich möglich, auf höheren Positionen niedrigere CPCs zu bezahlen, was zu einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Normalerweise ist es so, dass die Klickpreise (avgCPCs) mit höheren Positionen überproportional steigen. Dies ist rational begründbar, da auch das erwartete Klickvolumen überproportional steigt. Das Problem an der Sache ist, dass es Keywords gibt, die sich entgegen der Norm verhalten. Es ist also tatsächlich möglich, auf höheren Positionen niedrigere CPCs zu bezahlen, was zu einer steigenden Marge der verkauften Produkte führt, und gleichzeitig mehr Klicks bringt. Die Wirkung auf den Gewinn ist also gleich doppelt positiv.</p>
<p>Wie lässt sich dieses seltsame Phänomen erklären? Wie lassen sich derartige Keywords finden?</p>
<p><span id="more-51"></span></p>
<p>Ich habe schon mit einigen Leuten, die genau dasselbe beobachtet haben, über dieses Thema diskutiert. Eine stichhaltige Erklärung habe ich bisher aber nicht bekommen. Einigkeit scheint zumindest darüber zu herrschen, dass so etwas in aller Regel dann vorkommt, wenn man Markennamen als Keywords verwendet. Zudem scheint der überraschende Abfall des CPC verstärkt auf höheren Platzierungen vorzukommen &#8211; also beispielsweise beim Übergang von Position 2 auf Position 1.</p>
<p>Meine <em>intuitive Erklärung</em>, die bisher nicht empirisch belegt ist, ist die folgende: Der Listeneffekt beschreibt die Tatsache, dass Menschen dem Anfang einer Liste mehr Aufmerksamkeit widmen. So erklärt sich die höhere CTR auf höheren Positionen. Wenn nun aber nach Markennamen gesucht wird, mag es sein, dass die Nutzer dazu tendieren, sich mit dem allerersten Ergebnis zufrieden zu geben, das ihren Erwartungen entspricht. Der Grund liegt höchstwahrscheinlich darin, dass die Marke des Händlers (in der Display-URL sichtbar) in diesem Fall eine weniger bedeutende Rolle spielt als bei der Suche nach einem generischen Begriff, da allein die Marke des Herstellers bereits eine Art Qualitätsbeweis ist.</p>
<p>Ich habe gerade nach &#8220;Puma&#8221; gesucht. Die ersten drei Sponsored Links sind in der folgenden Abbildung zu sehen.</p>
<p align="center"><img height="174" alt="Puma Adwords" src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/07/puma-adwords.jpg" width="450" /></p>
<p>Das erste Ergebnis scheint doch genau das zu liefern, wonach viele suchen. Warum also noch das zweite Ergebnis anschauen? Viele tendieren sicherlich dazu, sofort auf das erste Ergebnis zu klicken, weswegen die erste Anzeige wahrscheinlich eine überdurchschnittlich hohe Klickrate (CTR) hat. Bekanntlich ist die CTR ein Faktor, der maßgeblich in die Berechnung des Ranking einfließt. Eine Anzeige mit einer hohen CTR und einem niedrigen Gebot kann also höher ranken, als die Anzeige eines Konkurrenten, der zwar viel bietet, aber eine Anzeige mit einer niedrigen CTR hat. Klar ist, dass Goolge die CTR immer in Relation zur Position einer Anzeige sieht, da andernfalls eine Anzeige auf einer niedrigen Position praktisch chancenlos wäre. Google muss also von Schätzwerten der CTR auf unterschiedlichen Positionen ausgehen. Diese Schätzwerte werden wohl von durchschnittlichen Klickraten beeinflusst. Nehmen wir an, die durchschnittliche Klickrate auf einer ersten Position sei 5% und die auf einer zweiten Position 3%. Hier im Fall Puma könnte es aber sein, dass die erste Anzeige aus dem genannten Grund eine CTR von 10% hat, während auf der zweiten Position sowie niedrigeren Positionen nur eine Klickrate von &lt;2% realisiert werden kann. Goolge würde die erste Anzeige aufgrund der überaus hohen CTR aufwerten und trotz niedrigerem Gebot bzw. niedrigeren CPCs höher ranken.</p>
<p>Erkennen kann man Keywords mit anomalem Verhalten leider nicht auf den ersten Blick. Genau hinsehen sollte man aber bei Markennamen. Man sollte sich die Ergebnisse anschauen und sich in den Kunden versetzen. Wird in den ersten Ergebnissen das gleiche oder ein ähnliches Angebot beworben? Sind die Anzeigen ungefähr gleichwertig? Würde man als Kunde dazu tendieren, auf die erste Anzeige zu klicken? Stellt man sich diese Fragen, so ist es zumindest möglich, erste Hinweise zu bekommen. Eine Garantie bekommt man so aber sicherlich nicht. Wer ein bisschen risikofreudig ist, sollte versuchen, die Gebote deutlich zu steigern und einige Tage zu warten, was passiert. Für größere Unternehmen, die mit tausenden Keywords arbeiten, empfiehlt es sich ohnehin, in der Testphase einer Kampagne sehr hoch zu bieten, um Daten zu sammeln. Dabei ist es möglich, von derartigen Anomalien gleich zu Beginn zu profitieren, auch wenn man sie ggf. nicht erkennt. Ein weiteres Indiz bekommt man, wenn man den Markt beobachtet und feststellt, dass ein Konkurrent dauerhaft die erste Position einnimmt, die nach eigenen Einschätzungen wegen zu hoher Preise kaum profitabel sein kann. Möglicherweise ist die erste Position dann tatsächlich billiger. Wie gesagt, den Beweis bekommt man nur durch testen&#8230;und das kann schnell teuer werden!</p>
<p>Es ist wohl davon auszugehen, dass dieses Phänomen bei allen Suchmaschinen zu beobachten ist, die die CTR in den Rankingmechanismus mit einbeziehen.</p>
<p class="akst_link"><a href="http://www.marketing2null.de/?p=51&amp;akst_action=share-this"  title="eMail versenden, Link speichern, ..." id="akst_link_51" class="akst_share_link" rel="noindex nofollow">ShareThis</a>
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		</item>
		<item>
		<title>Auf dem Weg in ein neues Zeitalter der Werbung</title>
		<link>http://www.marketing2null.de/2007/07/23/auf-dem-weg-in-ein-neues-zeitalter-der-werbung/</link>
		<comments>http://www.marketing2null.de/2007/07/23/auf-dem-weg-in-ein-neues-zeitalter-der-werbung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Jul 2007 09:30:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Reiffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stumbled]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Kategorie &#8220;Stumbled&#8221; werden Christof und ich zukünftig über Themen verschiedenster Art berichten, die wir aus irgendeinem Grund für erwähnenswert halten. Das können kuriose Ereignisse sein, über die wir im Web gestolpert sind, verrückte Ideen, persönliche Erfahrungen oder Visionen. Vor ein paar Tagen bin ich bei Ars Technica auf einen Artikel gestoßen, der für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Kategorie &#8220;Stumbled&#8221; werden Christof und ich zukünftig über Themen verschiedenster Art berichten, die wir aus irgendeinem Grund für erwähnenswert halten. Das können kuriose Ereignisse sein, über die wir im Web gestolpert sind, verrückte Ideen, persönliche Erfahrungen oder Visionen.</p>
<p>Vor ein paar Tagen bin ich bei <a href="http://arstechnica.com/news.ars/post/20070717-microsoft-patents-the-mother-of-all-adware-systems.html">Ars Technica</a>  auf einen Artikel gestoßen, der für recht viel Diskussionsstoff gesorgt hat. Es geht um ein  <a href="http://appft1.uspto.gov/netacgi/nph-Parser?Sect1=PTO1&amp;Sect2=HITOFF&amp;d=PG01&amp;p=1&amp;u=%2Fnetahtml%2FPTO%2Fsrchnum.html&amp;r=1&amp;f=G&amp;l=50&amp;s1=%2220070157227%22.PGNR.&amp;OS=DN/20070157227&amp;RS=DN/20070157227">Patent von Microsoft</a>, das kürzlich eingereicht wurde. Der Kern des Patents ist ein System, das lokal gespeicherte Daten (Textdokumente, Dateinamen, Musik,&#8230;) indiziert und daraufhin textuelle oder grafische Werbebotschaften aus externen Quellen bezieht und kontextbezogen ausliefert. In anderen Worten ausgedrückt: Microsoft würde &#8211; sofern die hinter dem Patent stehende Idee irgendwann umgesetzt wird &#8211; das ultimative, allumfassende Spyware-System schaffen. Werbung wäre dann nicht mehr nur im Browser-Fenster allgegenwärtig, sondern auf dem gesamten Desktop.</p>
<p><span id="more-47"></span></p>
<p>Die Reaktionen auf den Artikel kann man sich unschwer vorstellen. Einige haben zumindest die Hoffnung, dass Microsoft lediglich das Ziel verfolgt, sich Patente zu sichern, um Spyware-Firmen daran zu hindern, derartige Ideen umzusetzen. Die wenigsten aber können Zweifel ausräumen, dass Microsoft eventuell doch ernst machen könnte und die Idee tatsächlich in die Realität umsetzt. Die grundlegende Stimmungslage ist mehr als eindeutig. Die Leute sind empört und besorgt zugleich.</p>
<p>Einer der Kommentare fällt gewissermaßen aus der Reihe und wirft eine neue Perspektive auf:</p>
<blockquote><p>..it is (in my view) one of the most phenominally brilliant ideas that I have EVER seen come out of MS. This idea, properly implemented, would create so much revenue it boggles the mind. Think of the possibilities.</p>
<p>Want MS Office? Don&#8217;t want to pay for it? No problem&#8230;here&#8217;s this ad supported version that has all of the features of the full application!</p>
<p>Need a good video editor? Not going to use it enough to justify a $100 price-tag, but don&#8217;t want to be stuck with a POS peice of software? Here&#8217;s the free ad-supported version!</p>
<p>Excuse me&#8230;your printer is nearly out of ink. Would you like that ordered, paid for, and delivered to your door? Just click ok!</p>
<p>Applications that are too expensive for the casual user are now accessible without piracy or the high price tag. Sure the apps that you use everyday you would want to pay for to get rid of the adverts, but why not put up with them for those apps that you rarely use?</p>
<p>This could be so huge&#8230;</p></blockquote>
<p>Ich denke, Microsoft hat dieses Patent nicht nur aus dem Grund angemeldet, Spyware-Firmen zu blockieren, sonder vielmehr deswegen, weil diese Vision ein riesiges Potenzial mit sich bringt. Das Szenario, das im oben zitierten Kommentar skizziert wird ist alles andere als abwegig. Ich erinnere mich, dass bei Gulli.com Mitte Februar dieses Jahres ein <a href="http://www.gulli.com/news/microsoft-patent-fuer-2007-02-15/">anderes Patent</a> heiß diskutiert wurde. Microsoft hatte am 08. Februar ein Patent angemeldet, das ein Verfahren schützt, mit Hilfe dessen, Werbung eingeblendet werden kann, die von einem Nutzer nicht ignoriert werden kann. Es geht also darum sicherzustellen, dass die Werbung auch wirklich gesehen wird. Die Funktionsweise könnte ähnlich sein, wie der Spam-Schutz in den Blog-Kommentaren. Man bekommt in gewissen Zeitabständen eine Frage gestellt oder eine Grafik mit Zeichen angezeigt und muss eine Antwort geben, die keine Software automatisiert liefern kann. Die Reaktionen auf diesen Artikel waren &#8211; moderat ausgedrückt &#8211; äußerst negativ. Es wurde aber auch die Frage aufgeworfen, ob man so etwas nicht auch sinnvoll einsetzen könnte.</p>
<h2>Wie könnte das neue Zeitalter der Werbung aussehen?</h2>
<p>Setzen wir das Puzzle doch einfach zusammen. Das erste Patent in Kombination mit dem kürzlich genehmigten Patent eröffnet Microsoft die Möglichkeit, Werbung so präzise wie nie zuvor auf die Kunden zuzuschneiden. Gleichzeitig wäre es möglich, zu kontrollieren bzw. zu messen, wie viel Werbung der Nutzer tatsächlich &#8220;konsumiert&#8221;, um darauf basierend Preise für die Werbetreibenden festzusetzen, und gegebenenfalls den Nutzer an den daraus erzeugten Einnahmen teilhaben zu lassen. Die Möglichkeiten, kontextbezogene und hochgradig personalisierte Werbung durch Analyse der lokal gespeicherten Daten auszuliefern sind nahezu unbegrenzt. Es lässt sich theoretisch feststellen, welche Musik auf dem Rechner gespeichert ist, welche Software wie häufig genutzt wird, für welche Computerspiele sich der Nutzer interessiert, wo die Themenschwerpunkte der gespeicherten Dokumente liegen, etc. Ähnlich wie Google heute kontextbezogene Werbung auf GMail schaltet, könnte Microsoft dies auch mit Outlook tun. </p>
<p>Anstatt den Preis, den die Werbetreibenden an Microsoft zahlen müssen, an der Zeitdauer bzw. der Anzahl der Einblendungen zu orientieren (entspricht ungefähr einem CPM-Modell), wäre es auch denkbar, einen Performance-Marketing-Ansatz zu wählen. Wie beim Affiliate Marketing müssten Werbetreibende nur dann zahlen, wenn auch tatsächlich Produkte verkauft werden. Bereits heute gibt es Desktopanwendungen, die Produktdaten von Unternehmen wie E-Bay und Amazon beziehen und Affiliate-Links zu den einzelnen Produkten setzen. Das erste Patent wäre in diesem Fall obsolet. Vorteilhaft wäre, dass der Workflow der Nutzer nicht durch die &#8220;Anwesenheitstests&#8221; unterbrochen werden müsste und den Werbetreibenden das Risiko von den Schultern genommen würde (Auf CPM-basis besteht das Risiko, dass man für wirkungslose Werbung zahlen muss). Kunden könnten dann bei jedem Kauf, der nach einem Klick auf eine Werbeanzeige innerhalb einer Windows-Anwendung getätigt wird, einen Teil der Provisionen gutgeschrieben bekommen, der dann dazu genutzt werden könnte, um Services und Softwareprodukte verbilligt oder gratis zu beziehen. Auch eine Bar-Auszahlung der Provisionsanteile wäre denkbar. Sollte Werbung auch in Programmen geschaltet werden, die nicht von Microsoft selbst sind, wäre eine Art Revenue Sharing zwischen Microsoft und den entsprechenden Softwareherstellern denkbar.</p>
<p>Datenschützern stößt es jetzt natürlich übel auf. Zweifelsohne würde Microsoft auf diesem Weg an fast alle Daten eines Kunden kommen. Missbrauch wäre nicht auszuschließen. Viele würden sich in ihrer Privatsphäre beengt fühlen und derartige Maßnahmen nicht hinnehmen. Ich persönlich glaube deshalb nicht, dass Microsoft versuchen wird, dem Nutzer entgegen seinem Willen Werbung aufzuzwingen. Dafür hat Microsoft viel zu viel zu verlieren. Mit Linux und Mac OS gibt es ja durchaus Alternativen, auf die unzufriedene Kunden ausweichen könnten. Der Kunde ist König und Microsoft weiß das. Wahrscheinlicher ist es, dass Microsoft dem Kunden eine Opt-in-Möglichkeit gibt. Der Nutzer könnte dann wählen, welche Werbung er in welcher Menge an welchem Ort (Word, Excel, Photoshop, Desktop,&#8230;) und zu welcher Zeit dulden möchte. Möglich wäre es auch, dass der Nutzer nur bestimmte Daten zur Analyse explizit freigibt. Dieser Ansatz &#8211; ich möchte ihn als <em>&#8220;Werbung On Demand&#8221;</em> bezeichnen &#8211; könnte dem Nutzer die volle Kontrolle über die ihm gelieferte Werbung geben und es ihm sogar ermöglichen bares Geld damit zu verdienen. Wie wir alle wissen &#8211; Geld ist ein sehr starker Anreiz.</p>
<p>Außer Microsoft gibt es noch ein anderes Unternehmen, das einen Fuß in der Tür hat, sollte die gerade skizzierte Vision irgendwann Realität werden. Google hat mit Desktop Search ebenfalls die Möglichkeit lokal gespeicherte Daten zu erfassen und zu analysieren, um darauf basierend kontextbezogene Werbung auch außerhalb des Browsers zu schalten.</p>
<h2>Anatomie zukünftiger Werbeplattformen</h2>
<p>Microsoft, Google und andere könnten die Werbung auf dem Desktop und in lokalen Anwendungen relativ einfach in die bestehenden Werbeplattformen integrieren. Mit Adwords lassen sich längst nicht mehr nur Anzeigen im Such- und Contentnetzwerk schalten, sondern mit TV Ads und <a href="http://www.marketing2null.de/2007/07/19/google-print-ads-jetzt-offen-6-schritte-zum-set-up-einer-kampagne/">Print Ads</a> auch in traditionellen Medien. Über Google Adwords, MS adCenter oder Yahoo! Search Marketing ließe sich also auch die Desktop-Werbung problemlos vermarkten. Advertiser könnten spezifizieren, wo bzw. in welchen Anwendungen ihre Anzeigen geschaltet werden sollen und an welche Zielgruppe (durch Spezifikation soziodemographischer Merkmale) sie sich richten sollen. Ähnlich wie beim bisher bekannten Auktionsmechanismus des bezahlten Suchmaschinenmarketing (Generalized second-price Auction), könnten Positionen und die Anzahl von Impressionen über die Gebote der Werbetreibenden und Relevanzfaktoren (Quality Score) determiniert werden. Die Internet-Suche wird in Zukunft womöglich nur noch ein &#8211; wenn auch bedeutender &#8211; Baustein eines umfassenden Werbenetzwerks sein. Werbung für Medien verschiedenster Art ließe sich zentral, über eine Oberfläche steuern, was zu einer enormen Senkung von Transaktionskosten und einem Zuwachs an Transparenz führen würde. Besorgniserregend wäre, dass die Mächtigen von heute die Kontrolle über die gesamte Werbewirtschaft bekämen und damit noch mächtiger würden.</p>
<p align="center"><img height="240" alt="Anatomie zukünftiger Werbeplattformen" src="http://www.marketing2null.de/wp-content/uploads/2007/07/anatomie-zukuenftiger-werbeplattformen.jpg" width="419" /></p>
<p>Informationen über das Nutzungsverhalten, soziodemographische Merkmale, Kaufgewohnheiten, usw., die durch die Analyse lokal gespeicherter Daten verfügbar wären, könnten wiederum genutzt werden, um die Werbung auf den Suchmaschinen zielgruppenspezifischer auszugeben. Microsoft ist mit adCenter schon einen Schritt in diese Richtung gegangen. Werbetreibende können Anzeigen (gegen einen Aufpreis) geschlechtsspezifisch oder auf bestimmte Altersgruppen ausrichten.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Die Nutzung lokal gespeicherter Daten zur zielgenauen Schaltung von Werbung birgt Chancen und Risiken zugleich. Auf der einen Seite wäre es denkbar, den Nutzer selbst an den aus der Werbung erzielten Umsätzen zu beteiligen und ihm gleichzeitig die volle Kontrolle darüber zu geben, welche Daten er preisgibt und welche Art von Werbung er wo und in welchen Umfang zu sehen bekommt. Der Nutzer würde vor eine Art Kosten-Nutzen-Analyse gestellt und müsste abwägen, ob der Nutzenzuwachs (z.B. durch verbilligte Software, Barauszahlung,&#8230;) die entstehenden Kosten (Werbung wird als störend empfunden, Privatsphäre wird eingeschränkt,&#8230;) rechtfertigt. Jemand der ein starkes Sicherheitsbedürfnis oder eine große Aversion gegen Werbung hat, müsste der Analyse seiner Daten und der Einbindung von Werbung nicht zustimmen. Grundsätzlich ließe sich die Werbeintensität und der Schutz der Privatsphäre auf ein Niveau beschränken, das den persönlichen Präferenzen eines Nutzers entspricht. Der Nutzer würde in sein Kalkül mit einfließen lassen, dass die ihm dargebotene Werbung umso weniger störend ist, je mehr Informationen er über sich und seine Präferenzen preisgibt. Zitat aus den Microsoft-Patent:</p>
<blockquote><p>The ability to derive and process context data from local sources rather than monitor interactions with a remote entity, such as a server, benefits both consumers and advertisers by delivering more tightly targeted advertisements. The benefit to the user is the perception that the ads are more relevant, and therefore, less of an interruption. The benefit to the advertiser is better focus and a higher chance of conversion to a sale.</p></blockquote>
<p>Dennoch sind Risiken für den Kunden nicht auszuschließen. Was wäre, wenn die entsprechenden Firmen mit ihrer Information nicht verantwortungsvoll umgehen? Was wäre wenn Dritte sich unbefugt Zugang zu all den Informationen verschaffen? Datenschützer fordern sogar, dass Bürger, die leichtfertig mit ihren Daten umgehen, vor sich selbst geschützt werden müssen. Letzteres geht meiner Meinung nach etwas zu weit. Solange jeder einzelne kontrollieren kann, welche Daten er zu welchem Zweck freigibt und solange garantiert ist, dass sich die Firmen auch wirklich daran halten, könnte diese Art der Werbung sicherlich einen positiven Effekt haben. Fraglich ist jedoch, ob diese Voraussetzungen erfüllt sein werden, wenn diese Vision irgendwann Realität wird.</p>
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