Microsoft Works jetzt werbefinanziert und gratis

31. Juli 2007

In einem Artikel mit dem Titel Auf dem Weg in ein neues Zeitalter der Werbung bin ich etwas näher auf zwei kürzlich eingereichte Patente von Microsoft eingegangen, die Grund zu Spekulationen geben, dass Microsoft mit dem Gedanken spielt sein Geschäftsmodell langfristig zu ändern. Der Softwarehersteller könnte Werbung aus externen Quellen beziehen und kontextbezogen bzw. zielgruppenspezifisch innerhalb von Desktop-Anwendungen schalten. Der Nutzer könnte dann wählen, ob er für werbefreie Software zahlen möchte, oder lieber Werbung duldet, im Gegenzug aber die Software gratis erhält.

Wie bei ZDNet zu lesen ist, wurde der nächste Schritt in diese Richtung bereits vollzogen. Microsoft Works 9.0 soll ab jetzt auch gratis zur Verfügung stehen und über Werbung finanziert werden. Leider sind bisher keine Download-Links zu finden, weshalb ich mir diese Version von Works noch nicht anschauen konnte.

Microsoft versucht damit den freien Anwendungen Open Office und Google Docs & Spreadsheets etwas entgegen zu setzen. Zudem kann Microsoft auf diese Weise testen, ob sich auch andere Anwendungen zukünftig über Werbung finanzieren lassen.

Keyword Research: Semantische Keyword Tools (Beispiel)

30. Juli 2007

In meinem letzten Beitrag habe ich die grundsätzliche Funktionsweise semantischer Keyword Tools beschrieben. Ziel dieser Tools ist es, aus wenigen initialen Begriffen eine große Menge semantisch verwandter Begriffe zu erzeugen, die im Aggregat ein hohes Suchvolumen erzeugen und jeweils möglichst günstige Klickpreise vorweisen können. In diesem Beitrag möchte ich nun versuchen, das recht komplexe Verfahren an einem kleinen Beispiel zu veranschaulichen. Die einzelnen Auswertungen erfolgten unter Verwendung eines kleinen selbstgeschriebenen Perl-Programms.

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Adwords Kuriosum: weiter oben stehen und weniger zahlen!

25. Juli 2007

Normalerweise ist es so, dass die Klickpreise (avgCPCs) mit höheren Positionen überproportional steigen. Dies ist rational begründbar, da auch das erwartete Klickvolumen überproportional steigt. Das Problem an der Sache ist, dass es Keywords gibt, die sich entgegen der Norm verhalten. Es ist also tatsächlich möglich, auf höheren Positionen niedrigere CPCs zu bezahlen, was zu einer steigenden Marge der verkauften Produkte führt, und gleichzeitig mehr Klicks bringt. Die Wirkung auf den Gewinn ist also gleich doppelt positiv.

Wie lässt sich dieses seltsame Phänomen erklären? Wie lassen sich derartige Keywords finden?

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Auf dem Weg in ein neues Zeitalter der Werbung

23. Juli 2007

In der Kategorie “Stumbled” werden Christof und ich zukünftig über Themen verschiedenster Art berichten, die wir aus irgendeinem Grund für erwähnenswert halten. Das können kuriose Ereignisse sein, über die wir im Web gestolpert sind, verrückte Ideen, persönliche Erfahrungen oder Visionen.

Vor ein paar Tagen bin ich bei Ars Technica auf einen Artikel gestoßen, der für recht viel Diskussionsstoff gesorgt hat. Es geht um ein Patent von Microsoft, das kürzlich eingereicht wurde. Der Kern des Patents ist ein System, das lokal gespeicherte Daten (Textdokumente, Dateinamen, Musik,…) indiziert und daraufhin textuelle oder grafische Werbebotschaften aus externen Quellen bezieht und kontextbezogen ausliefert. In anderen Worten ausgedrückt: Microsoft würde – sofern die hinter dem Patent stehende Idee irgendwann umgesetzt wird – das ultimative, allumfassende Spyware-System schaffen. Werbung wäre dann nicht mehr nur im Browser-Fenster allgegenwärtig, sondern auf dem gesamten Desktop.

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Google Print Ads jetzt offen – 6 Schritte zum Set-up einer Kampagne

19. Juli 2007

Nachdem Google in November 2006 einen Beta-Test für eine beschränkte Zahl Advertiser startete, kündigt Google nun an, dass Print Ads jetzt offiziell für alle US-amerikanischen Advertiser verfügbar sind. Advertiser aller Art und Größe haben also ab sofort die Möglichkeit Print-Anzeigen in verschiedenen, renommierten amerikanischen Zeitungen [PDF] zu veröffentlichen.

6 Schritte zur Erstellung einer Kampagne mit Google Print Ads

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Suchmaschinenmarketing in Russland: Yandex stellt Google in den Schatten

19. Juli 2007

Google ist in nahezu allen Ländern der Welt die marktführende Suchmaschine. Probleme hat Google lediglich in China und in Russland. Während die verhältnismäßig schwache Performance in China vor allem auf politische Gründe zurück zu führen ist, hat Google in Russland primär mit der Komplexität der russischen Sprache zu kämpfen.

Nach Angaben der New York Times soll sich die Zahl der Internetnutzer während der nächsten zehn Jahre mehr als verdoppeln und somit auf 47 Millionen anwachsen (zum Vergleich: In Deutschland gibt es derzeit rund 40 Millionen Internetnutzer). Das russische Ministerium für Kommunikation schätzt die Nutzerzahlen sogar auf 70 Millionen im Jahr 2009. Die marktführende Suchmaschine in diesem rapide wachsenden Markt ist Yandex (50% Anteil an den Umsätzen aus dem bezahlten Suchmaschinenmarketing). Die zweitgrößte Suchmaschine ist Rambler mit einem Marktanteil von 41%. Google hält derzeit nur 9% und spielt auf einem Nebenschauplatz.

Yandex hat während der letzten Jahre seine Hausaufgaben gemacht und im Grunde genommen denselben Auktionsmechanismus wie Google implementiert und sogar um einige Features erweitert. Die Werbeplattform bietet ein großes Potenzial für westeuropäische Advertiser, die in den russischen Markt eintreten wollen und vor allem auch für innovative SEM-Dienstleister, die gen Osten expandieren möchten.

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Yahoo! Search Marketing: Neuer Ranking-Mechanismus im Test

17. Juli 2007

Wie Yahoo! Search Marketing heute mitteilte, wird der seit langem angekündigte, neue Ranking-Mechanismus nun getestet. Zitat aus einer E-Mail:

Um unser neues Ranking-Modell erfolgreich einführen zu können, starten wir in Kürze einen zeitlich begrenzten Testlauf mit den Sucheinträgen unserer europäischen Werbekunden. Bei diesem Test wird die Reihenfolge der Platzierung von Sucheinträgen über das Gebot hinaus auch durch andere Faktoren bestimmt. Für die Ermittlung der Platzierung eines Sucheintrags werden sowohl die entsprechende Klickrate der Anzeige als auch weitere Relevanzfaktoren berücksichtigt.

Dass dieser Schritt nicht revolutionär ist, steht außer Frage. Yahoo! kopiert den Ranking-Mechanismus von Google und beseitigt dadurch inhärente strukturelle Defizite des Auktionsmechanismus, die in Vergangenheit zu erheblichen Ineffizienzen führten. Bisher wurde die Positionierung der Anzeigen einzig und allein durch die abgegebenen Gebote bestimmt. Höhere Gebote führten zu höheren (besseren) Rankings. In Zukunft werden also von allen großen Suchmaschinen neben dem Gebot auch Relevanzfaktoren berücksichtigt. Es ist anzunehmen, dass der wichtigste Bestandteil dieser Relevanzfaktoren die Klickrate (CTR; Click-trough-Rate) ist, während die Qualität der Landing Page eher eine untergeordnete Rolle für das Ranking spielt (Mindestgebote werden durch die Qualität der Landing Page primär determiniert).

Warum führte der alte Ranking-Mechanismus zu Ineffizienzen?

Mit Suchmaschinenmarketing (SEM) werden in der Regel primär zwei Ziele verfolgt:
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Erste Idee für Startup Weekend: affiliates4charity-Projekt

13. Juli 2007

Über einen Beitrag von Robert Basic bin ich auf das Startup Weekend Hamburg gestoßen. In aller Kürze: Ein paar Leute denken sich was aus, die beste Idee wird ausgewählt und nach einem Wochenende Brainstorming & Express-Planung in die Tat umgesetzt. Alle offiziell registrierten Teilnehmer sollen automatisch eingetragene Gesellschafter des Startups werden.

Hört sich doch auf alle Fälle nach einem interessanten Experiment an. Mir gefällt vor allem die Spontaneität. Keine ewigen Diskussionen, kein monatelanges Planen, sondern Just-do-it. Vor einigen Wochen habe ich mir eineinhalb Stunden gegönnt, um mir den von Guy Kawasaki moderierten Startup-Talk anzuschauen. James Hong Mitgründer von HotorNot.com wurde nach der Notwendigkeit eines Business Plans gefragt. “Haben wir nie gemacht. …wir waren zu sehr mit der Umsetzung beschäftigt”, sagte er dazu.

Robert sieht vor allem ein Problem darin, den Koordinationsaufwand zu meistern. Zudem sind in den Kommentaren einige Fragen aufgeworfen worden.

Und wer managet die Firma nach dem Wochenende? Wer von den voraussichtlichen 100 Gesellschaftern wird später noch wie viel dran arbeiten?
Wer erklärt den 3 Leuten, die das vielleicht dauerhaft tun wollen, warum sie nur je 1% Anteile haben, während die restlichen 97% nichts tun und im Erfolgsfall trotzdem den Großteil des Geldes kassieren?

Klingt mir zu romantisch, als dass das funktionieren könnte für ein kommerzielles Projekt.
Für ein gemeinnütziges Projekt könnte es allerdings funktionieren. Da wär ich evtl. auch dabei.
[by Thomas Promny]

Anreize so zu setzen, dass jeder Teilnehmer zu mehr Leistung motiviert wird, ist meiner Meinung nach ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Projekt. Möglicherweise ist ein gemeinnütziger Zweck, wie Thomas Promny überlegt, einfacher zu verfolgen.

Ein weiterer Kommentar geht in die gleiche Richtung:

super Sache, nur wäre eine kommerzielle Gründungsidee wohl sehr schwierig zu machen mit 100 Gesellschaftern. [...] Eine gemeinnützige Gründungsidee fände ich jedoch sehr sehr gut.
[by Tobias Spill]

Erste Idee für Startup Weekend in Hamburg…

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Keyword Research: Semantische Keyword Tools

12. Juli 2007

Keyword Research ist für den Erfolg einer jeden Suchmaschinenmarketing-Kampagne von entscheidender Bedeutung. Durch die ständig steigende Konkurrenz im bezahlten Suchmaschinenmarketing werden häufig gesuchte und offensichtlich relevante Begriffe immer teurer und damit weniger profitabel, wenn nicht sogar gänzlich unprofitabel. Hätte man die Möglichkeit, eine große Anzahl relevanter – für andere schwer identifizierbarer – Begriffe zu erzeugen, so könnte man die Performance einer Kampagne steigern, da derartige Suchbegriffe in der Regel deutlich billiger sind. Ziel ist es also eine große Menge relevanter Schlüsselwörter zu bestimmen, die in ihrer Masse einen ähnlich hohen Traffic erzeugen aber günstiger sind. Die am Markt verfügbaren Keyword Tools (Wordtracker, Keyword Discovery, Adwords Keyword Tool,…) lösen dieses Problem nicht oder nur unzureichend. Ihnen fehlt das semantische Verständnis.

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Affiliate Marketing: Negative Auswirkungen auf die Marke?

10. Juli 2007

Obwohl Affiliate Marketing sehr populär ist und nach wie vor stark wächst, scheint es in der Wissenschaft kaum Beachtung zu finden. Während es sehr viele wissenschaftliche Publikationen zu den Themen Suchmaschinenmarketing (SEM) und Suchmaschinenoptimierung (SEO) gibt, ist Affiliate Marketing weitgehend unbeachtet geblieben. Eines der wenigen Paper wurde kürzlich auf der Bled eConference vorgestellt worden. Paul Fox und Jonathan Wareham untersuchen inwieweit Online-Händler vertragliche Regelungen und Richtlinien erlassen (sollten), die den Handlungsspielraum ihrer Affiliates einschränken, um negative Auswirkungen auf ihre Marke zu vermeiden. Die Autoren argumentieren, dass Affiliate Marketing zwar eines der kostengünstigsten Marketinginstrumente ist und sich darüber hinaus durch die einfache Messbarkeit des Erfolgs auszeichnet. Dennoch bestünde das Risiko, dass die Marke des Händlers durch illegale oder unerwünschte Methoden der Affiliates negativ beeinflusst wird. Fox und Wareham empfehlen unter anderem klarere Richtlinien und gezieltere Kontrollen, um diese Gefahr zu reduzieren. Sie untersuchen den spanischen Markt, wobei die Ergebnisse aber durchaus auch auf andere Länder und Märke übertragbar sind. Das Paper mit dem Titel Controlling your brand: Contractual restrictions placed by Internet retailers on affiliate marketing activities in Spain wird im folgenden vorgestellt.

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